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Lage Entwicklung Geschichte

Eching am Ammersee liegt in der Metropolregion München

Lage

Die Gemeinde Eching am Ammersee befindet sich im oberbayrischen Landkreis Landsberg am Lech am nördlichen Ufers des Ammersees. Die Gemeinde liegt etwa 34 Kilometer westlich von München und 20 Kilometer östlich von Landsberg am Lech. Sie hat eine Fläche von circa 6,24 Quadratkilometer.

An der Bundesautobahn A96 über die Autobahnausfahrt 29 „Greifenberg“ (von Landsberg am Lech kommend) bzw. die Autobahnausfahrt 30 "Inning am Ammersee" (von München kommend) ist Eching an die Autobahn angeschlossen.

Eching befindet sich an der Kreuzung des Ammer-Amper-Fernradweges und des Ammersee-Radweges von München nach Bad Wörishofen. Von Ostern bis Ende Oktober legen die Schiffe der Bayerischen Seenschifffahrt im Nachbarort Stegen an, der gemütlich zu Fuß oder mit dem Radl erreichbar ist.

Landschaftlich prägend sind der Ammersee und das Ampermoos, das im Jahr 1982 unter Naturschutz gestellt wurde. Es erstreckt sich vom Nordufer des Ammersees bis nach Grafrath. Im Süden grenzt der Ort an das bewaldete Erholungsgebiet "Weingarten". Das Gebiet von Eching befindet sich innerhalb des Erholungsraums "Fünf-Seen-Land".

Wappen und Fahne

Wappengeschichte:

Der goldene Abtstab steht für das Stift Dießen, das bis zur Säkularisation 1803 grundherrschaftliche Rechte im Gemeindegebiet ausübte. Die dreifache Wellenschrägteilung entspricht dem Wappen der Herren auf Greifenberg, die von der zweiten Hälfte des 13. bis Ende des 14. Jahrhunderts das Echinger Dorfgericht innehatten. Das Gemeindegebiet gehörte über Jahrhunderte zur Hofmark Greifenberg.

Die Befugnis zur Wappenführung wurde 1969 erteilt auf Beschluss des Gemeinderates und Zustimmung des Staatsministerium des Inneren, belegt durch Ministerialentschließung vom 18. April 1969. Es beinhaltet Elemente aus dem Familienwappen "von Greif".

Wappen:
Vorne in Blau ein wachsender, goldener Abtstab, hinten dreimal wellenförmig schräggestellt von Rot und Silber.

 

Fahne:
Gelb-weiß-blau mit dem Gemeindewappen

Geschichte

Die Bundesautobahn A96 München-Lindau teilt den Ort in zwei Bereiche. Im südlichen Bereich der Gemeinde befindet sich auch das Erholungsgebiet mit zwei großen Parkplätzen. Im Norden fließt die regulierte Windach, und hier liegt das Haufendorf Eching, das sich dicht um die Kirche mit dem massiven Turm mit Zwiebelhaube drängt.

Die Echinger Flur erstreckt sich zu einem guten Teil auf das Überschwemmungsgebiet der Amper, die 1 km weiter östlich aus dem Ammersee austritt. Nach Westen schmiegt sich das Dorf bereits an tonige Moränen an. Hier liegen die guten Ackerböden der Gemeinde. Eching bildet den östlichen Ausläufer des Landkreises, zu dem noch der ganze Ammersee gehört.

In etwa ist die Amper, die die Kreisgrenze bildet, zugleich auch eine Sprachgrenze. Östlich dieser Linie finden wir baiuwarische Laute und Sprachmelodie; westlich scheinen noch schwäbische Einflüsse wirksam, wie auch der Ortsname bis ins 17. Jahrhundert wahllos als Echingen, Ehingen und Eching anzutreffen ist.

Hier in der Ammer-Amperlinie kam im 5. Jahrhundert die alemannische Wanderung zum Stehen, um nach zwei oder drei Generationen von der bajuwarischen zurückgedrängt oder überdeckt zu werden. Über das verschiedene Volkstum und die verschiedenen Mundarten geben die Forschungen von Dr. Bruno Schweizer Aufschluss.

Ein Buch mit der Geschichte des Ortes Eching und der seiner Häuser wurde anlässlich der 950-Jahrfeier veröffentlicht und ist über das Rathaus erhältlich. Titel:
"Eching am Ammersee. Die Geschichte eines Dorfes und die Geschichte seiner Häuser"

Politische Geschichte

Die Gemeinde Eching wird 1065 erstmals als Ehingun urkundlich erwähnt. In diesem Jahr schenkte der Adelige Nobpo aus Klenau bei Schrobenhausen der Domkirche im Südtiroler Brixen eine Mühle in "Ehingun" mit den zu ihr gehörenden Äckern. Wahrscheinlich ist der Ort an der Kreuzung zweier Römerstraßen bereits zur Zeit der Landnahme entstanden – vielleicht als Gründung eines Mannes names Eho.

Eching gehörte zum Kurfürstentum Bayern und war ein Teil der Hofmark Greifenberg der Freiherren von Perfall. Mit der Verwaltungsreform im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Bürgermeister ist seit Mai 1996 Siegfried Luge (CSU) (*1943). Der seit Mai 2020 amtierende zwölfköpfige Gemeinderat teilt sich auf sieben Mitglieder des Bürgerblocks und fünf der CSU auf. Erster Bürgermeister ist weiterhin Siegfried Luge. Die Wahlbeteiligung lag bei 77,1 %.

Handel, Gewerbe, Wirtschaft

Nach der amtlichen Statistik von 1998 gab es im produzierenden Gewerbe 83 und im Bereich Handel und Verkehr 23 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In den sonstigen Wirtschaftsbereichen waren 133 Personen sozialversicherungspflichtig im Arbeitsort beschäftigt.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gab es insgesamt 482 am Wohnort. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 14, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Im Jahr 1999 wurden 13 landwirtschaftliche Betriebe gezählt, die landwirtschaftlich genutzten Fläche betrug 303 ha, davon waren 178 ha Ackerfläche.

Freizeit und Einzelhandel

In den vergangenen Jahren hat sich die Gemeinde sehr stark entwickelt. Neben der neuen Mehrzweckhalle, der Mittelpunkt des großen Sportzentrums, hat der Ort jetzt auch ein Einkaufs- sowie ein Gesundheitszentrum mit Fachärzten und seit dem 6. Oktober 2014 auch eine Apotheke.

Die alle 5 Jahre stattfindende Echinger Festwoche musste leider im Jahr 2020 zu ihrem 10. Jubiläum wegen der Corona-Pandemie verschoben werden.

Bildung

Folgende Einrichtungen sind laut Stand 2020 zu verzeichnen:

  • Kindergarten mit 75 Plätzen
  • Volkshochschule Ammersee-Nordwest

Wegen sinkender Schülerzahlen gibt es seit einigen Jahren keine Grundschule mehr im Ort. Die Schüler werden nun an der Grundschule in Windach unterrichtet. Das ehemalige Echinger Schulgebäude wurde seit Anfang 2016 als Flüchtlingsunterkunft genutzt.